Winterfreuden im Erzgebirge Teil 2
Vorletztes Wochenende fuhren wir mal wieder nach Ostrov. Ursprünglich wollte ich mit Detlef und Yvonne aus Gera eine Kammtour im Erzgebirge von Boži Dar nach Zinnwald machen, aber leider fanden wir in Boži Dar kein Quartier für eine Nacht mehr. Nach einem kurzen Anruf bei Dagmar in der Stara Pekarna in Ostrov bezüglich der Schneeverhältnisse disponierten wir dann schnell um. Letzendlich war unsere Entscheidung auch richtig, denn nasser Neuschnee sowohl am Samstag als auch am Sonntag hätte die Bewältigung der ca. 100km langen Tour wohl unmöglich oder zumindest sehr stressig gemacht.
Petra, Marie und ich fuhren dann bereits am Freitagnachmittag nach Ostrov. Dort trafen dann am Samstag gegen 10:00 Uhr auch Detlef und Yvonne ein. Nach kurzer Begrüßung fuhren wir auch gleich los. Das Bielatal hinunter, über die schlagbaumfreie Grenze, dann das Dürrebieletal hinauf. Oben verloren wir dann kurz die Orientierung, so dass wir an der Grenzbaude in Sněžík rauskamen. Zum Glück war die Strasse so gut beschneit, dass die paar gestreuten Kiesel verkraftbar waren, und wir fuhren ein paar Kilometer die Strasse Richtung Dečin.
Am Abzweig nach Kristin Hradek bogen wir dann auch den Weg nach Maxičky ab. Durch den herrlich verschneiten Wald gelangten wir dort hin und kehrten in einer urgemütlichen Schanke ein. Ein paar Biere und leckerer Wildschweingulasch stärkten uns für den Rückweg, welcher uns über den Schneeberg führen sollte. Doch der Anstieg war sehr mühsam, teilweise mussten die Ski abgeschnallt werden. Als wir dann oben angekommen feststellten, dass der Kiosk am Turm geschlossen hatte (ich hatte dies bereits auf dem Weg vermutet, denn es war offensichtlich keine Anlieferung mit dem Auto möglich), machten wir uns zügig auf den Rückweg nach Ostrov. Nach einer tollen schnellen Abfahrt und einer ebenso schnellen Jagd übers Hochplateau fuhren wir noch todesmutig die "Kamenka" hinab - immer mit der Pobremse im Einsatz. So waren wir dann pünktlich zum Abendessen zurück.
Am nächsten Tag war es wieder um die 0 Grad, es hatte die ganze Nacht geschneit, und so begruben wir unsere Hoffnungen, die Hohe Tour in umgekehrter Führung fahren zu können. Alos machten wir uns auf den Weg über Rajec nach Petrovice. Von dort folgten wir dem ausgeschilderten Weg nach Tisa, immer mit dem Pappschnee kämpfend. Allerdings konnten wir wie schon am Vortag die Natur bewundern. Herrlich verschneite Wälder wie im Märchen - die Fotos zeugen davon. Nach einer dringend notwendigen Rast bei Ouda in Tisa fuhren wir dann, zurück auf der Loipe, Richtung Touristenbaude. Dort angekommen entschlossen wir uns, über eine Abkürzung zur Hochebene unterm Schneeberg und von dort übers Dürrebieletal, eine steile Talabfahrt vermeidend, nach Ostrov zurückzukehren.
So kamen wir am frühen Nachmittag in Ostrov an.
Petra war mit Marie im Kinderwagen in Ostrov geblieben. Ab und zu waren Bekannte zu Besuch gekommen, es war also auch für sie nie langweilig.
Insgesamt ein wunderbaren Wochenende - hoffentlich bleibt der Winter uns noch erhalten!
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Einige Bilder sind auch in voller Auflösung hier abrufbar.




