Persönlicher Eintrag

Wieder zu Besuch in Dresden

Am Wochenende waren wir wieder in Sachsen. Leider hatte ich vergessen, die Batterien vom Fotoapparat aufzuladen, deshalb gibt es diesmal keine Fotos.
Trotzdem gibt es eine Menge zu erzählen.

Am Freitag packten wir in Ruhe unsere Sachen und erledigten noch ein paar Handgriffe zu Hause. Dann holten wir das Auto von der Oma und fuhren los Richtung Dečin. In Lovosice aber mußten wir umkehren, weil die Straße nach Ustí nach einem Unfall komplett gesperrt war. Also fuhren wir den Umweg über Teplice, dort auf die Autobahn und Richtung Ustí. Die ganze Strecke standen Autos nach kleineren Unfällen am Straßenrand. Als wir dann nach Ustí von Der Autobahn abfuhren, um nach Dečin zu fahren, bemerkten wir noch, dass der Autobahntunnel geschlossen war. Der Rest des Weges war dann aber gut zu befahren.

Nach der Überquerung der Grenze in Hřensko fuhren wir ins Kirnitzschtal. An der Felsenmühle parkten wir und legten uns im Auto schlafen.
Am nächsten Morgen standen wir auf, frühstückten den von Oma gebackenen Apfelstrudel und gingen los. Unser Ziel war das Vordere Pechofenhorn. Der Weg führte uns vorbei an der Queenwiese und von dort durch einige sehr nasse Schlüchte. Wir liefen einen Riesenumweg, weil ich einen Abzweig verpaßt hatte, und kamen so an den Bärenhörnern raus. Gemütlich gingen wir vorwärts zum Pechofenhorn. Direkt am Einstieg des Gipfelstürmerweges legten wir unsere Sachen am, zogen uns um und begannen zu . Ich machte den Vorstieg nahezu problemlos, jedoch merkte ich schon, dass wir lange nicht mehr im Sandstein klettern waren. Es fehlte mir vor alle mdie Trittsicherheit. Das kompensierte ich durch ausgiebiges Klemmen von Faust, Arm und Schulter in dem Riß, an welchem der Weg entlang führt. Letztendlich war ich oben, den letzten Kamin kletterte ich ungesichert, um Seilreibung zu vermeiden. Petra stieg den Weg problemlos nach, erst im Ausstiegskamin fing sie an "zu zicken". Letztendlich verbrachten wir eine schöne Gipfelrast und genossen die Aussicht. Leider waren auf den umliegenden Gipfeln einige Schreihälse unterwegs, welche das Naturerlebnis störten. Aber daran muß man sich wohl inzwischen gewöhnen. Bemerkenswert war, daß wir noch unter den ersten zwanzig Besteigern in diesem Jahr waren. Ich war ja mit Peter Popp schon am 12.Januar über den Westweg (oder ein Variante dazu) auf diesen Gipfel gestiegen.
Wir entschieden uns nach dem Abseilen, auf weitere Kletterei zu verzichten, packten unsere Sachen und gingen zurück zum Auto. Auf dem Weg fanden wir einige Maronen, welche wir mitnahmen.

In Pirna fuhren wir bei Eis-Schau vorbei. Lecker! In Dresden angekommen standen wir bei Mutter vor verschlossenen Türen. Ein Anruf schaffte Klarheit: sie waren mit Katharinas Zwillingen spazieren. Wir folgten ihnen und fanden sie. Ricarda drückte uns beide zur Begrüßung, was uns sehr freute. Phillipp drückte den Kopf gegen den Zaun, die Füße bereits hindurchgesteckt. Das Wasser lockte ihn. Später mußten die beiden noch ansehen, wie andere Kinder mit einem Bobbycar fuhren. Das war wohl eine ganz schöne Folter.
Nach dem Abendbrot fuhren wir nach Gorbitz, wo wir sofort ins Bett gingen und einschliefen.

Am Sonntag ging es dann früh aus den Federn. war angesagt, Bezirkspokal in Spremberg. Wir waren als Mannsachaft ziemlich gut besetzt, und so belegten wir den zweiten Platz. Entgegen des Vorjahren gab es jedoch keinen Preis, was ich als Spiegelbild des Zustandes des Wasserballs im Bezirk Dresden werte. Das dümpelt eben alles so vor sich hin.

Der Heimweg gestaltete sich dann zügig, und letztendlich in Kralupy angekommen waren wir beide richtig müde. Trotzdem schauten wir uns noch den Film "Vratné Lahve" an. Immer wieder schön. Letztendlich schliefen wir nach einem schönen Wochenende herrlich erschöpft, aber zufrieden, ein.



  
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